Schöneberger Schleife wird geschnürt

Schleifen-Schild am Südkreuz

Neue Bauschilder auf der Insel: Der erste Abschnitt der Schöneberger Schleife, auf der eines fernen Tages Fußgänger, Radfahrer und Skater die Insel umrunden sollen, wird jetzt angegangen. Von der S-Bahn aus können die ersten Rodungsarbeiten beobachtet werden. Die Länge des Weges mutet mit 450 Meter zunächst ziemlich lächerlich an. Sinn macht die vier Meter breite Strecke wohl erst, wenn sie weiter über Kolonnen- und Monumentenstraße bis zum Gleisdreieckpark verlängert wird. Wie das gesamte Projekt in diesem Schneckentempo umgesetzt werden soll, bis das Stadtumbauprogramm 2014/2015 enden wird… aber der Bürger wundert sich schon längst nicht mehr. Zunächst gelangt man also lediglich vom Südkreuz (übrigens vom immer noch offiziell gar nicht zugelassenen Ausgang aus, den die Insel-Bewohner für sich als Schleichweg erobert haben) bis zur sogenannten Ost-West-Spange. Auch diese soll irgendwann mal einen übergeordneten Grünzug darstellen, der von Wilmersdorf bis zum Ex-Flughafen Tempelhof führen soll. Übrigens wird ein kurzes Stück blinden Weges, den die Bahn als (Alibi-)Ausgleichsprojekt vor Jahren vom Bahnhof bis zu einem Zaun völlig sinnfrei angelegt hatte, wieder abgerissen.
Auch am nördlichen Ende des kurzen Weges wird jetzt gebuddelt. Das Gelände gegenüber des Leuthener Platzes ist weitgehend freigeräumt, nun werden „Tanklager entsorgt“, anschließend ein Weg angelegt, der auf eine Brücke über die Bahnanlage führen wird. Zudem wird ein Ballspielplatz sowie eine „kleine Grünanlage“ angelegt , wobei es sich hoffentlich nicht um eine weitere (pflegeleichte) öde Rasenfläche handeln wird wie auf der kürzlich eröffneten GASAG-Nordspitze.

Wüste wird begrünt

Dabei ist es schon erstaunlich, was sich das Bezirksamt zum Ziel gesetzt hat: Die zweijährige Bauzeit soll laut Pressemitteilung in 16 Monaten abgearbeitet werden – bis Ende 2011. Gut, dass das Bauschild an der Naumannstraße Oktober 2012 angibt- erfahrungsgemäß müssen noch ein paar Monate draufgeschlagen werden. Die Verwirrung im Bezirksamt ist vermutlich darauf zurückzuführen, dass schon längst mit den Arbeiten hätte begonnen werden sollen. So ist als Realisierungszeitraum auf der Homepage des Stadtumabaus für die Brücke über die Bahn immer noch von einem „Realisierungszeitraum“ von 2009-2010 die Rede.

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