Zoff um Cheruskerpark

Im Zusammenhang mit der Erweiterung des Cheruskerparks um die GASAG-Nordspitze gibt es Zoff. Ein Teil des bestehenden Parks wurde abgesperrt, Sträucher und kleinere Bäume wurden gerodet. Wie immer bei solchen Maßnahmen regt sich sogleich der Bürgerprotest, nachzulesen im Forum der BI Gasometer. Auch der Glöckner widmet sich diesem Thema gewohnt leidenschaftlich. Die Vorwürfe schießen aber deutlich über das Ziel hinaus, wenn von Naturzerstörung die Rede ist. Natürlich bietet sich ein momentan trostloses Bild, es geht hier aber um die Anbindung des etwa 2,5 Meter tiefer liegenden Geländes und um die Schaffung neuer Wegeverbindungen. Die Pläne sind zudem für alle Anwohner seit langem einsehbar, Protest hätte sich also auch vorher schon erheben können. Öffentliche Parks werden gestaltet und bedeuten nicht Wildwuchs ohne Pflege und Eingriffe in die Natur. Wer ursprüngliche Natur haben möchte, muss zudem nicht lange suchen, der Naturpark Südgelände liegt fast nebenan.

Problematischer wird es gerade bei mangelnder Pflege, wie am Bahnhof Südkreuz zu beobachten ist. Der BUND hat darauf aufmerksam gemacht, dass sich ein Teil der Neupflanzungen in einem sehr schlechten Zustand befindet oder zum Teil sogar schon abgestorben ist. Die Bahn hat zwar Verbesserungen und Neupflanzungen versprochen, aber die Verwahrlosung öffentlicher Bereiche und Grünflächen wird zu einem wachsenden Problem, das nicht wirklich neu ist. Als Bewohner der Insel kann man nur hoffen, dass es dem neu gestalteten Cheruskerpark nicht bald genauso geht.

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