Nach dem Flimmern kommt das Leuchten

Ja ist denn schon Weihnachten?

Nachdem vor einigen Monaten der unsägliche Nightscreen vom Gasometer abgebaut wurde – EUREF-Chef Müller musste wohl endgültig einsehen, dass das flimmernde Ungetüm auch wirtschaftlich ein Flop ist -, leuchten nun seit Sonnabend 13 (!) überdimensionierte Sterne plus Firmenschriftzug über den Schöneberger Nachthimmel und darüber hinaus. Abgesehen davon, dass das EUREF-Signet aussieht, als hätte eine Grundschulklasse es im Malunterricht nebenbei entworfen, wird der Gasometer einmal mehr fürchterlich verunstaltet. Und wieder stellt sich die Frage, ob bzw. wie sehr der Denkmalschutz missachtet wurde. Aber egal was Müller macht, er kann sich beim Bezirksamt von Tempelhof-Schöneberg sicher sein, die Genehmigung notfalls im Nachhinein zu bekommen und dieses am Nasenring durch die Manege ziehen zu können. So ist nach wie vor nicht klar, ob außer den öffentlichkeitswirksamen Farbklecksen zu diversen Presseterminen überhaupt mit der Sanierung des Gasometers begonnen wurde; Anfragen bei der unteren Denkmalschutzbehörde werden ignoriert. Bei der Schlafmützigkeit unserer Verwaltung wäre es nicht verwunderlich, wenn es in einigen Jahren heißt: Abriss unvermeidbar – Müller würde zusätzliches wertvolles Bauland gewinnen. Bis dahin rostet das Stahlgerüst still vor sich hin und leuchtet grell in die Nacht hinaus.

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