Macht die Tür am Südkreuz auf!

Geschlossener Ausgang im Bahnhof Südkreuz
Du kommst hier nicht durch!

Liebe Deutsche Bahn,

du willst doch kundenfreundlich sein? Zumindest sagst du das immer wieder. Gefühlt zweimal im Jahr startest du eine neue Zufriedenheits-Offensive, um jetzt noch viel, viel kundenfreundlicher zu sein. Inzwischen müsstest du sowas von kundenfreundlich sein, dass alle deine Fahrgäste breit grinsend zum Erholen in deine Züge steigen und wie nach einem dreiwöchigen Wellness-Urlaub glücksstrahlend deine Bahnhöfe wieder verlassen.

In der Realität sieht das anders aus. Weißt du ja. Schließlich hast du deine Berater, die du dich so einiges kosten lässt.

Ich habe da einen kleinen Tipp, wie du ohne großes Brimborium einige hundert deiner Fahrgäste zufriedener machen könntest. Es ist nur eine Kleinigkeit. Und diese Beratung kostet sogar nichts. Versprochen.

Es gibt am Bahnhof Südkreuz vier Eingänge. Nach zwölf Jahren hast du aber einen zugeschlossen und sagst zu deinen Fahrgästen: „Du kommst hier nicht durch!“ Du sagst, dass dies nie ein Eingang war. Komisch, dass ich zwölf Jahre bequem durchgekommen bin. Jetzt sagst du, dass ich über einen anderen Bahnhofsvorplatz muss, über einen engen Weg, an den vollgepissten und -gekackten stinkenden Büschen vorbei (um deine Bahnhofsplätze kümmerst du dich ja nur rudimentär), unter der lauten und dunklen Bahnbrücke hindurch mit all den anderen Fußgängern und Radfahrern, die sich dort drängeln, vorbei an den stinkenden und rasenden Autos auf der zu schmalen Straße. 

Nutzlose Fahrradbügel am geschlossenen Ausgang am Bahnhof Südkreuz
Weitgehend nutzlos: die Fahrradbügel vor dem verschlossenen Eingang

Dabei könnte man durch den jetzt verschlossenen Ausgang direkt auf den Fahrrad- und Fußweg gelangen und entspannt bis zur Ampel schlendern und so zur Roten Insel kommen. Sogar Fahrradbügel hatte man hier schon aufgestellt und beleuchtet wurde der Weg auch. Dass du die Tür wegen der Bauarbeiten an deinem Dach geschlossen hattest, OK, kann ich verstehen. Als die Arbeiten nach gerade mal zwei Jahren beendet waren, hattest du aber keine Lust mehr, jemanden hier durchzulassen. Ist dir mal so eingefallen und den Schlüssel hast du gut versteckt.

Also Mein Tipp, liebe Deutsche Bahn: Sei mal unbürokratisch, such den Schlüssel raus und öffne die Tür. Sehr viele deiner Kunden werden sich freuen. Es kann so einfach sein mit der Kundenfreundlichkeit!

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12 Antworten

  1. Udo S. sagt:

    Nicht zu vergessen , das hier auch gleich der Zugang zum Radweg in Richtung Park am Gleisdreieck und weiter zum Potsdamer Platz ist.

  2. Julia Rivolier sagt:

    Bitte die tür am bahnhof südkreuz aufmachen!

  3. Ulrike Hess sagt:

    Ja, liebe Bahn, auch mich stört die verschlossene Tür sehr. Sie erzwingt eine Umweg, der gefährlich (siehe Erläuterung im ausführlich Brief oben) und unangenehm ist und dessen Sinnhaftigkeit sich keinem Z Zuggast und keiner bahnhofsnutzerin erschließt. Bitte schnell den Ausgang wieder öffnen!

  4. Rüdiger sagt:

    Schade, dass man den Artikel nicht teilen kann! Hätte ihn sofort weiter verbreitet, soll ich mich auch ärgere über die verschlossene Tür.

  5. Rüdiger sagt:

    Schade, dass man den Artikel nicht teilen kann! Hätte ihn sofort weiter verbreitet, weil ich mich auch ärgere über die verschlossene Tür.

  6. Axel Siegler sagt:

    Endlich erfahre ich’man den Grund für die Türschliessung! Natürlich, aus Kundensicht macht es absolut Sinn, diesen Zugang wieder zu öffnen – und offenbar scheint auch die Bahn keine Gegenargumente (mehr) zu haben: von daher wäre Öffnung Win-Win für alle!

  7. Lisa Griesehop sagt:

    Danke für den Beitrag. Hab ihn geteilt auf Facebook.

  8. Zelia sagt:

    Ja, der Fußweg unter der Brücke ist viel zu eng für all die Menschen und die Wiederöffnung des Eingangs könnte da Entlastung bringen.

  9. Maria Greckl sagt:

    Das ist eine gute Initiative. Ich muss mehrmals jede Woche von Kreuzberg kommend am Südkreuz vorbei. Die Unterführung, an der Radfahrer aus verschiedenen Richtungen und Fußgänger aufeinandertreffen, stellt tatsächlich ein gefährliches Nadelöhr dar. Auf einer Strecke von 50 m zweimal eine vielbefahrene Straße zu überqueren tut sich keiner an, also drängelt sich alles auf dem Bürgersteig.

  10. Sonja sagt:

    Da geht es Dir wie mir, vielleicht sind wir ja gemeinsam in der Lage, die Türen zu öffnen, ggf. mit Petition.

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