Der E-Bus kommt

Der E-Bus vor dem Gasometer
Hier und da kann man die vier neuen gelben und etwas klobigen Busse der BVG bereits sehen, Fahrgäste werden sie allerdings erst ab September transportieren. Das Besondere an ihnen ist, dass sie vollständig elektrisch fahren und induktiv, also kabellos geladen werden. In den letzten Monaten wurden dazu am Bahnhof Südkreuz und am Zoo Ladestationen unter den Asphalt versenkt. Auf der Linie 204 werden die Busse dann hin und her pendeln quer durch Schöneberg und über die Insel und das als erste „komplette Innenstadtlinie einer europäischen Hauptstadt“, wie die BVG stolz vermerkt.
Ausnahmsweise ist die BVG und damit Berlin Vorreiter in zukunftsfähigen Technologien; dass elektrisch betriebene Autos die alten Stinker nach und nach verdrängen werden, ist anzunehmen und zu hoffen.
Auf der Ladestation am Südkreuz

Die Busse können maximal 65 Kilometer in der Stunde fahren, was in der Stadt wohl reichen dürfte, sind dafür aber momentan noch sehr teuer, da es sich um Einzelanfertigungen handelt. Sie sollen sehr ruckelfrei und angenehm fahren – ob das jedem Fahrer gefällt? Ab und zu beschleicht einen doch das Gefühl, dass so mancher seine Fahrgäste gerne etwas durchrüttelt zwecks Frustabbau. Den Passagier wird’s jedenfalls freuen. Zudem sind sie natürlich extrem leise; die Batterien sind übrigens auf das Dach gepackt, daher wirkt das Gefährt auch noch etwas schwerfällig.

Zunächst wird das Projekt ein Jahr laufen, dass die E-Busse aber auch danach weiter auf dieser Linie fahren werden, ist ziemlich wahrscheinlich. Schließlich ist die teure Infrastruktur nun vorhanden, wie auch der Bus-Chef der BVG, Martin Koller, auf einer Info-Veranstaltung auf dem Euref-Gelände meinte.

Ob diese Art von E-Bus sich durchsetzten wird, ist völlig offen, schließlich gibt es einige Konkurrenz-Projekte und die Entwicklung ist längst nicht abgeschlossen. Aber in einigen Jahren werden elektrische Busse eine echte Alternative für die alten Dieselfahrzeuge sein, das dürfte sehr sicher sein.

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